Die Metamorphosen Gottes

Von Fundamentalismen zu neuen Spiritualitäten

Aufsatz

Europäischer Preis für französischsprachige Schriftsteller 2004

Präsentation

Lange Zeit glaubte man, der Fortschritt in die Moderne ginge mit einem Niedergang der Religion und einer Ernüchterung der Welt einher. Zahlreiche Phänomene stellen diese Ansicht heute infrage und lassen uns von einer „Wiederkehr Gottes“ sprechen. Frédéric Lenoir verwirft die Vorstellung, Moderne und religiöse Sensibilität seien voneinander unabhängig. Er zeigt, dass wir tatsächlich eine Individualisierung und Globalisierung der Religion erleben, die zu einer „Wiederverzauberung“ der Welt und einem „spirituellen Nomadentum“ führt, das sich in einer Vielfalt an Spiritualitäten manifestiert. Gleichzeitig beobachten wir ein Wiederaufleben der Identität innerhalb großer Traditionen und eine Rückkehr zu Gewissheiten in verschiedenen Formen: Fundamentalismen, Integralismen und Sektierertum. Diese markanten Paradoxien der gegenwärtigen religiösen Landschaft erläutert der Autor hier und konzentriert sich dabei auf das Verständnis ihrer historischen Wurzeln seit der Renaissance.

 

Übersetzungen

Spanien: ALIANZA EDITORIAL
Italien: GARZANTI LIBRI Srl
Tunesien: NATIONALES ÜBERSETZUNGSZENTRUM

 

Was die Presse darüber sagt

„In ‚Die Metamorphosen Gottes‘ bringt Frédéric Lenoir Ordnung in das scheinbar allgegenwärtige Chaos und fasst seine langjährige Forschung in einer klaren Sprache zusammen, die nicht allen Soziologen eigen ist. Er entschlüsselt die Komplexität der Religion zu Beginn des 21. Jahrhunderts, insbesondere die neue westliche Religiosität. Mit pädagogischem Anspruch und intellektueller Strenge vereint er die Perspektiven von Soziologen, Philosophen, Anthropologen, Historikern und sogar Theologen. Diese Interdisziplinarität macht das vierhundertseitige Buch zu einem Lesegenuss.“ – Le Monde des religions

„Dieses Buch verwebt auf subtile Weise die Geschichte der westlichen Spiritualität mit seiner Argumentation. Wissenschaftlich fundiert und in einem sehr lesbaren Stil geschrieben … Frédéric Lenoir ist einmal mehr bewundernswert für seinen Mut und sein Talent, seine Ideen zu präsentieren.“ Akropolis

„Dieses Buch, Ergebnis von Feldforschung und wissenschaftlicher Untersuchung, will mit bloßen Beobachtungen brechen, indem es diese Bewegung der Neuzusammensetzung, diese Beobachtung der Rückkehr, in eine langfristige Perspektive stellt… eine Einladung, sich auf jeder Seite nicht in die falschen Debatten zu verwickeln.“ – La Croix

„Ein wegweisendes Buch …“ Le Nouvel Observateur